home Medibus Grundlagen

Die meisten Medizingeräte verfügen über eine serielle Schnittstelle, auf der Daten aus den Geräten ausgelesen werden können. Hierzu hat z. B. Dräger Medical einen Datenbus definiert, den sogenannten Medibus, der Messwerte, Echtzeitkurven, Einstellwerte und Alarme zur Verfügung stellen kann. Dieser Datenbus ist “öffentlich” und wird in aller Regel zur datentechnischen Anbindung zusätzlicher Monitore oder für Datenmanagementsysteme genutzt.

Generell ist der Medibus unidirektional, dass heißt, das eine Gerätesteuerung von außerhalb nicht vorgesehen ist. Je nach Gerät und Softwareversion des Medizingerätes werden unterschiedliche Daten zur Verfügung gestellt. Die Menge der Daten ist in aller Regel größer, je höher die Softwareversion des Medizingerätes ist. Die Geräte übertragen über den Medibus Ihren eigenen Namen und Ihre Softwareversion, so dass ein angeschlossener PC Kenntnis über den Datenumfang hat.

Weitere Informationen hierzu finden Sie in den entsprechenden Gebrauchsanweisungen der Geräte.

Der Medibus ist aus Sicht der Medizingeräte passiv, so dass alle benötigten Informationen “angefragt” werden müssen. Medlink speichert entsprechend Ihrer Konfiguration alle Daten inkl. Echtzeitkurven ab, so dass Sie nach der Aufzeichnung auf diese Informationen zugreifen können.
Die verwendete serielle Schnittstelle (RS232) ist in Bezug auf die Geschwindigkeit eingeschränkt, so dass die Medizingeräte auch nur die Übertragung von 2 oder 3 Echtzeitkurven mit einer Abtastrate von 16ms (Zeus 20ms) erlauben. Da auch moderne PC’s noch über serielle Schnittstellen verfügen, ist eine Anbindung technisch realisierbar.

Eine Unterbrechung der Kommunikation zwischen einem angeschlossenen PC und dem Medizingerät ist immer mit einem Warnhinweis verbunden, i. d. R. erscheint die Meldung “COMM ERR!” oder ähnliches auf dem Monitor. Schauen Sie hierzu in Ihrer Gebrauchsanweisung nach.